Morgen, nächste Woche, kommendes Jahr

Diagnose: „Prokrastination“. Die gemeingefährliche Krankheit, die uns längst alle besetzt hat.

Jeder kennt sie. Die gemeingefährliche Krankheit –  „ Prokrastination“ . Wir alle fürchten uns vor ihrer Diagnose. Diese Krankheit bereitet uns Sorgen, Kummer und zunehmenden Stress.
Es ist nicht so, dass sie unseren Alltag einfacher macht. Nein, im Gegenteil. Je intensiver man von dieser  grauenvollen Krankheit befallen ist, umso größer wird der Stress.

Nun stellt sich die Frage: In welchem Stadium befindet man sich? Schon im fortgeschrittenen oder doch noch im Anfangsstadium?  Erste Symptome wirken sich aus im Aufschieben von Dingen, wie den Müll runter zu bringen oder Omas hässliche Porzellanvase, nach einem absoluten Unfall, wieder zusammen zu kleben. Doch in manch extremen Fällen, bleibt es nicht bei solch banalen Dingen – dann kann man schon vom fortgeschrittenen Stadium ausgehen. Dieses wirkt sich folgendermaßen aus: Man möchte eine große Reise machen, einem Projekt beitreten, etwas in seinem Leben verändern und eine andere Richtung einschlagen, endlich mal ein Buch fertig lesen, einen Kochkurs für Anfänger belegen, mehr Geld verdienen, einen extravaganten Sportkurs belegen oder einfach nur seinen Kindheitstraum verwirklichen – morgen, nächste Woche, kommendes Jahr. Das Erfüllungsdatum steht noch nicht fest. Doch es steht fest, dass man jetzt absolut keine Zeit oder Möglichkeit dafür hat. Morgen, hat man mehr Zeit. Nächste Woche, ist man kreativer. Kommendes Jahr, wird sich eh alles ändern.

Der Ursprung dieser Krankheit beginnt bei vielen dann, wenn das aktuelle Jahr endet. Wenn sich Millionen von Menschen Vorsätze und Vorhaben fürs kommende Jahr überlegen, von denen sie dann das Meiste gar nicht einhalten können. Diejenigen, die ihre Vorhaben verwirklichen, schaffen es als eine der wenigen Menschen, der grauenhaften Krankheit zu entkommen. Die anderen müssen sich der Diagnose stellen und verfallen mehr und mehr dem psychischen Stress. Es beginnt ein Spießroutenlauf, aus dem sie so schnell nicht mehr herauskommen. Hätte man doch nur des Öfteren, statt sich über Omas schauderhafte Prozellanvase zu beschweren, auf ihre alten Sprichwörter Acht gegeben, welche beispielsweise lauteten: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“. Würde man sich das zu Herzen nehmen, könnte man sich einige Zeit und nervenaufreibende Tage sparen. Außerdem heißt es ja auch immer, dass das Leben zu kurz sei um Pläne zu machen. Vor allem um Pläne zu machen, die man hinterher sowieso nicht einhält.

Folglich gibt es nur einen Weg, der schlimmen „Prokrastination“ zu entkommen. Man setzt seine Worte in Taten um und das am besten immer sofort. So können wir Menschen hoffen, gegen diese fürchterlich einnehmende Krankheit ankämpfen zu können und ein schöneres, sorgenfreieres Leben zu führen – kommendes Jahr.

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